Kobelt-Zoo, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Herr Nilsson* winkt

Auf nach Schwanheim! Hier öffnet am Wochenende und feiertags zwischen dem 1. Mai und 30. September der Kobelt-Zoo seine Pforten und gibt den Stadtkinder Gelegenheit, zutrauliche Tiere zu sehen und ggf. zu streicheln: Shetlandponys, Ziegen, Hasen, aber auch Kängurus, Nasenbären, Aras und viele mehr.

 

Den Kobelt-Zoo gibt es bereits seit 100 Jahren, und wir waren am Wochenende zum ersten Mal dort. Es war toll. Der Zoo ist mit der Tram 12 bequem zu erreichen, von der Endhaltestelle sind es drei Minuten Fußweg und schon steht man vor dem ersten Hasengehege. Das gesamte Gelände liegt unter hohen Bäumen, so dass beinahe überall Schatten ist und man auch bei sommerlichstem Sonnenschein mit den Kleinsten lange vor jedem Gehege verweilen kann. Zu sehen gibt es vorwiegend Tierarten, die in Europa heimisch sind oder es inzwischen geworden sind: Shetlandponys (die kleiner sind als die meisten BesucherInnen, und sooo niedlich), Esel, Ziegen und Schafe (im Streichelzoo), Kaninchen, Waschbären (sogar einen weißen), Schweine, viele Vogelarten wie Papageien, Nymphensittiche, Kanarienvögel, Gänse und Enten, aber auch Kängurus, Nasenbären und Affen. Insgesamt leben rund 300 Tiere auf rund 1,7 ha im Kobelt-Zoo.Kobelt-Zoo, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Der Zoo ist ein eingetragener Verein und finanziert sich ausschließlich aus Spenden und durch ehrenamtliche Mitarbeit. So auch das Kuchenangebot. In der Mitte des Zoos ist am Spielplatz eine großzügige Holzhütte aufgebaut, unter deren Dach man den selbstgebackenen Kuchen ehrenamtlicher SpenderInnen genießen kann. Das Angebot variiert entsprechend, sowohl im Hinblick auf die Auswahl wie auch die Menge. Es ist wohl schon vorgekommen, dass der Kuchen so lecker war, dass er binnen kürzester Zeit verkauft wurde und Gäste, die etwas später kamen, nichts mehr bekommen konnten. Als wir das riesige Angebot sehen, können wir das kaum glauben: Es gibt von Frankfurter Kranz über Erdbeerkuchen bis Schokotorte nahezu alles, was man sich denken kann. Und die Stücke werden üppig zugeschnitten. Wir entscheiden uns für einen klassischen Käsekuchen und ein Stück Stracciatella-Kirsch-Torte. Dazu gibt es eine Tasse Filterkaffee für jeden, wahlweise mit Kaffeesahne oder Schlagsahne versetzt. (Third-Wave lässt grüßen. Omas Geburtstag auch.)Kobelt-Zoo, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Wir sitzen gemütlich im lauschigen Schatten mit Blick auf das Eselgehege und verspeisen den hausgemachten Kuchen. Die Kinder spielen munter am Klettergerüst, alle sind entspannt, die Blätter der Bäume tanzen im leichten Sommerwind…

Der Kobelt-Zoo ist ein feiner Ort, an dem man sehr gut einen halben Tag verbringen und Kuchen unter Bäumen essen kann. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang durch den Schwanheimer Wald an, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt. Hier gibt’s zudem eine weitere Attraktion für Kinder: den großen Waldspielpark samt Wasserspielen. Es empfiehlt sich also, liebe Eltern, Ersatzklamotten und Picknickdecke einzupacken beim (nächsten) Besuch nach Schwanheim.

Am 25.6. feiert der Kobelt-Zoo ab 11 Uhr übrigens ein großes Kinderfest mit Kaffee und Kuchen, Grill und vielen Überraschungen!

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* Schon klar, Herr Nilsson ist ein Totenkopfäffchen, während im Kobelt-Zoo Büschelaffen wohnen und winken…

One Reply to “Herr Nilsson* winkt”

  1. Leider muss das Kinderfest am 25.6. ausfallen, denn auf dem Zoogelände wurden Eichenprozessionsspinner entdeckt. Der Zoo ist weiterhin geöffnet, kann aber keine Haftung für etwaige gesundheitliche Reaktionen übernehmen. Also vielleicht besser erst in den Sommerferien hinfahren…

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