Lesecafé, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Wo Buchhändlerinnen backen

Eine Institution in Sachsenhausen: das Lesecafé. Seit einiger Zeit frisch renoviert, überzeugt es weiterhin mit freundlichem Service, frischem Angebot und persönlichen Buchempfehlungen.

 

In einem Hinterhof versteckt liegt in der Diesterwegstraße das Lesecafé, gemeinsam mit der zugehörigen gut sortierten Buchhandlung. Für bibliophile KaffeetrinkerInnen eine perfekte Kombination, und der besagte Hinterhof daher ein unbedingter Place-to-be in Frankfurt.

Das Lesecafé wurde im letzten Jahr renoviert und die Wände erstrahlen nun unter halbhohen hellen Holzverkleidungen, darüber die bewährten Wechselausstellungen. Rechts und links des Hauptraumes wurden Sitzbänke an den Wänden eingezogen, der Tresen wurde durch einen größeren ersetzt. Stichwort: Mehr Platz für mehr Kuchen. Der Wintergarten ist nach wie vor zu dieser Jahreszeit, wenn man noch nicht im Hof sitzen kann, die Lichtoase des Cafés. Hier befindet sich jetzt zusätzlich zu den vier Tischen ein üppig bestücktes Bücherregal, von dem man sich inspirieren lassen kann, während man kaffeesiert. Das gesamte Café ist hell und ruhig, man kann hier Stunden lang allein oder zu zweit sein, Kaffee trinken, reden, lesen…Lesecafé, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Zurück zum Stichwort Kuchen. Es wird jetzt mehr selbst gebacken im Lesecafé, was ich und meine Begleitung bei unserem Besuch mit Freude vernommen haben. Und wir machen gleich die erste Kostprobe: Apfelkuchen mit karamellisierter Nussdecke gibt es und Kirschstreusel, beides mit Schlagsahne. Der Kirschstreusel überzeugt, Apfelkuchen ist ein Gedicht: Die Nussdecke schmeckt hervorragend und macht den Kuchen zu etwas Außergewöhnlichem. Die Kombination der harten, karamellisierten Decke mit dem weichen, saftigen Teig ist wahrlich gelungen.

Lesecafé, Frankfurt, Das vierte Zimmer
Lesecafé

Weil ich lange in Sachsenhausen gearbeitet habe und meine Mittagspausen sehr häufig im Lesecafé verbracht habe, sei auch an dieser Stelle der täglich wechselnde Mittagstisch erwähnt, dessen Angebotsrepertoire sich im letzten Jahr deutlich erweitert hat, was ich sehr erfreulich finde. Mittagspausen im Lesecafé sind eine Wohltat (auch schon vorher gewesen, wie gesagt), so ruhig und freundlich ist dort alles, dass man selbst auch leicht zur Ruhe findet.

Wir plaudern mit der Kellnerin/ Buchhändlerin am Tresen zum Abschied noch ein wenig über die aktuellen literarischen Neuerscheinungen, die im Lesecafé ausgestellt sind. Mit dem empfohlenen 1000-Seiter können wir hier noch den ein oder anderen Nachmittag verbringen – auch ein attraktiver Grund, ganz bald und noch häufig wiederzukommen.Lesecafé, Frankfurt, Das vierte Zimmer

 

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