L'Art Sucré, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Bunte Kleinkunst

Eine Entdeckung im Innenstadttrubel: feinste Macarons, Desserts und Pralinen in Hülle und Fülle! Da können die Herbstnachmittage kommen, hier wird jede Tristesse schon beim Anblick der Auslage verfliegen.

 

Fast wäre ich vorbeigelaufen, so unscheinbar liegt die Patisserie L’Art Sucré zwischen den anderen Ladenlokalen auf der Fressgass. Die postalische Adresse ist Große Bockenheimer Straße, was in diesem besonderen Fall auch viel besser passt, denn wer erwartet auf der Fressgass schon feine Patisserie-Kunst? Denkt man da nicht eher an große Mengen deftiger Speisen, an Wurst, auch an laute Menschen? Na, wie auch immer… Inzwischen haben hier ja auch französische Babymodenlabel und US-amerikanische Technikhersteller große Geschäfte eröffnet. Und mitten dazwischen nun also L’Art Sucré, ein Ableger des gleichnamigen Wiesbadener Kaffeehauses.L'Art Sucré, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Das schmale, schlauchartige Ladenlokal ist in zwei Ebenen unterteilt: im vorderen, deutlich größeren Teil befindet sich eine lange Vitrine, in der die fantastischen Küchlein, Macarons und Pralinen präsentiert werden. Ein buntes Nebeneinander, das sofort alle kulinarischen Gelüste beim Betrachter weckt.

Wir entscheiden uns für ein Törtchen mit Cassiscreme auf Pekannussmürbeteig, ein Passionsfrucht-Waldbeere-Macaron, ein Macaron Breton (Karamellmousse mit gesalzener Butter), ein Gebäck mit Olive und Feige und ein Brioche. Dazu einen schwarzen Kaffee und einen Milchkaffee. Was für ein Genuss! Zugegebenermaßen muss der Kaffee/ Milchkaffee bei den kleinen Geschmacksbomben eher dazu herhalten, den Mund wieder „frei“ zu spülen für den nächsten intensiven Gebäckbissen.L'Art Sucré, Frankfurt, Das vierte ZImmer

Sämtliche Macarons, Desserts, Schokoladen und Pralinen kann man sich einpacken lassen und mit nach Hause nehmen. Wer also hin und wieder mal eines der überaus delikaten Macarons für den abendlichen Dessertgenuss mitnehmen will, ist hier genau richtig. So leicht kann man lieben Menschen eine Freude machen! Oder sich auch einfach mal selbst beschenken 🙂 (Mein Favorit: Himbeer-Rose)

Wir haben uns dieses Mal die Zeit genommen, in der Patisserie zu sitzen und unsere Auswahl zu genießen, während wir dabei zuschauen, wie die Theke leer gekauft wird. Die obere Etage des Ladengeschäfts hält einige Sitzplätze bereit. Die weißen Marmortischplatten stehen vor einer umlaufenden Eckbank mit schwarzem Kunstlederbezug, jeweils mit ein bis zwei Stühlen gegenüber. Es finden hier nicht viele Gäste Platz, 10-15. Die Wände sind in dunklem Petrol und mutigem Schwarz gestrichen, es hängen großformatige Bilder von verlockenden, hausgemachten Desserts. An der Wand neben dem Treppenaufgang werden dekorative Pralinen- und Teedosen zum Kauf angeboten. An der Wand, die zur unter der Gästeetage gelegenen Küche führt, sind stimmungsvolle, zum Teil lustige Fotos von MitarbeiterInnen und Desserts in den Holzkästen ausgestellt, die im gesamten Laden Regalfunktion übernehmen. Die Größe und Hängung variiert, das Holz ist unbehandelt, so dass ein warmer Eindruck geweckt wird.L'Art Sucré, Frankfurt, Das vierte ZImmer

Ich freu mich schon, bei L’Art Sucre ab und zu vorbei zu schlendern und mir mit den bunten Macarons und edlen Desserts die dunklen Herbsttage zu versüßen…

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