Bohnerie, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Schaumkrönchen

Im Schatten der unscheinbaren Querstraße. Die Bohnerie ist ein Gewinn für das bereits Café-reiche Nordend und alle, die guten Kaffee mögen. Plus: Schönste Latte Art gibt’s obendrauf.

 

In einem zurückliegenden Winkel des Turmcenters an der Eschersheimer Landstraße hat im Dezember 2017 ein neues Café eröffnet, genauer ein Röstsalon: die Bohnerie. Die Röstmaschine steht gleicht neben dem Eingang in dem schönen hellen Raum, dessen Rundumverglasung den Blick auf den Verkehr der Eschersheimer sowie der winzigen Querstraße frei gibt. Eine elegante Wendeltreppe führt in den zweiten Raum im oberen Stock, wo man perfekt mit einer großen Gruppe um einen Holztisch sitzen kann. Daneben bieten zwei Ledersessel Platz für ein loungiges Beisammensein à deux. Im unteren Raum stehen mehrere schlichte Zweiertische, mitunter zu Viererensembles gruppiert, und erwarten die Gäste. Auf der Wendeltreppe liegen unterschiedliche Magazine bereit, falls man allein gekommen ist und etwas zum Lesen zur Hand nehmen möchte. Stimmungsvolle Lichtdramaturgie mittels großer Glühbirnen-Dekoration sowie gute Musik tragen ihrerseits dazu bei, sich in diesem Salon wohlzufühlen.Bohnerie, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Wenn man kommt, während der Chef selbst hinter dem Tresen steht, verziert er seinen Gästen das gewählte Milchkaffeegetränk mit feinstem, leider vergänglichem Kunsthandwerk. Bei meinem Besuch schenkte er dem kleinen Jungen auf meinem Schoß ein Bärengesicht auf meiner Kaffeetasse. Große Begeisterung bei Mutter und Kind!Bohneri, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Ebenso bei meiner anderen Begleitung, die sich eigentlich mit einem stillen Wasser begnügte. Doch jetzt wollte sie auch einen Milchkaffee – und bekam ihn mit einem wunderschönen Frauenporträt serviert.Bohnerie, Frankfurt, Das vierte Zimmer

Beim Kuchen entschied ich mich für einen Apfel-Käsekuchen mit Streuseldecke, der gerade warm aus dem Ofen kam. Herrlich! Auch die Himbeer-Schokolade-Torte kann ich sehr empfehlen.

Seit ein paar Tagen ist auch ein Beamer installiert, der alte Schwarzweißfilme an die Wand über dem Tresen projiziert und die Gäste beim Kaffeegenuss unterhält, sofern sie ohne Lektüre mal eine Pause vom Smartphone nutzen möchten. Wer seinen Platz in der linken Zimmerecke hinter der Wendeltreppe wählt, wird mit dem Geruch des blühenden Zitronenbaums beglückt.

Und auch hier am Schluss der Hinweis, der auch auf der Karte der Bohnerie den Schlusssatz bildet: wer einen guten Witz erzählt, bekommt seinen Kaffee aufs Haus.Bohnerie, Frankfurt, Das vierte Zimmer

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